Japanische Hausmannskost

Da mein Verlobter Masayoshi nicht gerade ein Freund der amerikanischen Küche ist, um das mal vorsichtig auszudrücken :-), koche ich meistens für uns zu Hause japanisch. Glücklicherweise habe ich in dieser Richtung Vorbildung und kann dank ein paar Kochkurse und Japanern-über-die-Schulter-schauen einigermaßen authentische ostasiatische Hausmannskost zaubern. Ich selbst liebe die japanische Küche, aber leider ist diese um einiges aufwendiger als z.B. die deutsche.

In der europäischen Heimat ist es ja durchaus üblich, abends nur Brot und Aufschnitt, vielleicht noch kombiniert mit Salat, zu servieren. Da hat es die japanische Hausfrau schon etwas schwieriger. Als Daumenregel gilt, dass man mindestens 5 verschiedene Gerichte auf den Tisch zu bringen hat. Jawohl, nicht nur als Sonntagsmahlzeit, sondern täglich! Allerdings hört sich das schlimmer an, als es tatsächlich ist. Normalerweise bestehen diese 5 Teilgerichte nämlich aus Reis (der kommt direkt aus dem automatischen Reiskocher), Misosuppe (die geht, wenn man sie mal gelernt hat, auch sehr fix, bzw. kann notfalls durch Instantmisosuppe ersetzt werden), ein Fisch- oder Fleischgericht, ein Gemüse, ein Salat oder eingelegtes Gemüse (Tsukemono). Das ganze sollte dann noch möglichst optisch ansprechend arrangiert werden (man bekommt eine Ahnung, warum in Japan die Hausfrauenrolle durchaus als anspruchsvoller Vollzeitjob hoch geachtet wird…. ).

Hier ein paar Eindrücke meiner eigenen Kochversuche. Für die deutsche Küche konnte ich Masayoshi übrigens noch nicht begeistern, das Einzigste, was ihm wirklich schmeckte waren Kartoffelpuffer. 🙂

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2 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. Rene
    Jul 02, 2012 @ 11:51:46

    Hallo Lina,

    Ich habe deinen Blog durch Zufall gefunden und mag ihn sehr. Ich kann das was du geschrieben hast mit dem „Abendbrot“ total verstehen. Ich bin mit einer Taiwanerin zusammen und da gibt es auch kein Brot sondern warm. Zum Glück besteht sie nicht immer auch ihre Heimatküche, obwohl mir bisher fast alles geschmeckt hat.
    Ich bin schon gespannt auf weitere Berichte 😉

    Liebe Grüße,
    René

    Antwort

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