Zweifelhafte Kreditkarten und deutsche Karutoferun

Wer glaubt, mit seiner VISA-Kreditkarte überall auf der Welt zurechtzukommen, so wie es die Werbung verspricht, der sei vor Reisen nach Japan gewarnt. Denn hier findet man an Geldautomaten beispielsweise folgende Hinweise: 

Noforeigncards

Kreditkarten mit zweifelhaftem ausländischen Ursprung ist einfach nicht zu trauen… 😉 Mich haben schon mehrfach verzweifelte Touristen angesprochen und gefragt, wo man denn bitte hier in Japan am Automaten Geld bekommt. Denn es gibt zwar alle geschätzte 10 m in jedem Conveniencestore einen Geldautomaten, aber diese nehmen in 90% der Fälle nur japanische Karten an. Die Automaten haben ironischerweise sogar eine Sprachwahlfunktion (Japanisch oder Englisch). Wenn man ein englisches Menu anklickt, bekommt man den freundlichen Hinweis: „This function is not offered in English. Goodbye.“ Und die Karte wird gleich wieder ausgespuckt… Wer ohne japanische Sprachkenntnisse und mit einer ausländischen Karte Geld abheben möchte, dem sei hier der Geheimtipp der japanischen Post gegeben. Denn aus unerfindlichen Gründen kann man dort sogar die üblichen EC-Karten verwenden… Aber da muss man erstmal drauf kommen.

Leider war die letzte Woche bei mir arbeitstechnisch recht stressig und ich konnte im Rahmen meiner Oktober-Challenge nicht ganz so viel unternehmen, wie ich eigentlich erhofft hatte. Nächste Woche geht es im gleichen Tempo weiter, aber ich werde natürlich trotzdem versuchen, zumindest die ein oder andere interessante Aktivität unterzubringen. Am Freitagabend war ich erstmal so platt, dass ich mir eine kleine Rückenmassage bei „Refresh Hands“ im Yokohamaer Hauptbahnhof gegönnt habe.

http://www.refreshhands.co.jp/

Dort kann man jederzeit ohne Termin reinschneien und sich für 10,20, 30 oder 40 Minuten die verspannten Schultern oder Füße massieren lassen. Einfach genial!!

Gestern war ich mal wieder an der Hitotsubashi-Uni und habe an einem CSR-Seminar teilgenommen. Der dortige Professor hat mich bekniet, dass ich UNBEDINGT zum Seminar nächsten Monat kommen muss (eigentlich hatte ich einen Wochenendausflug nach Kyoto geplant…), weil eine deutsche Professorin zu Besuch kommt und es zu peinlich wäre, wenn niemand auf Englisch Fragen stellen könnte. Tja, da muss Kyoto wohl erstmal warten…

Heute war ich auf zwei Tango- und Salsaevents hier in Yokohama und sehr glücklich, dass ich meine beiden Lieblingstänze am selben Nachmittag tanzen konnte. Irgendwann demnächst gibt es übrigens mal ein Tangovideo!

 Ach ja, und in einer hiesigen Bäckerei habe ich folgende interessante Spezialität mit dem Namen „Karutoferu“ gefunden. Ich hatte eigentlich sowas wie eine Marzipankartoffel erwartet, aber da die Japaner normalerweise kein Marzipan mögen, entpuppte es sich dann doch als Windbeutel mit Schokopulver. 

Karutoferu

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2 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. tonari
    Okt 25, 2009 @ 11:56:16

    Ich lese gerade, dass Japaner kein Marzipan mögen. Hm. Lakritze wusste ich. Marzipan ist mir neu. Die Marzipankartoffeln im Weihnachtspäckchen sind dann wohl doch keine gute Wahl?

    Antwort

    • sakurasky
      Okt 26, 2009 @ 00:52:39

      Zum Probieren freuen sich die Japaner sicher über solch unbekannte Dinge, aber meiner Erfahrung nach ist der Marzipangeschmack für die meisten Leute hier zu süß und zu intensiv… Tendeziell würde ich also eher zu Lebkuchen oder Christstollen raten. 😉 Oder natürlich Baumkuchen, der ist in Japan wahnsinnig beliebt!

      Antwort

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