Ganz China auf Reisen

Pünktlich zum Frühjahrs- und Herbstfest begibt sich buchstäblich ganz China auf Reisen, da dies oft die einzigen Tage sind, an denen der Durchschnittsangestellte und Arbeiter einige Tage am Stück frei hat. Entweder man besucht die eigene Verwandtschaft in den Provinzen oder – was nun schwer in Mode ist – man besichtigtigt einige der vielen lokalen Sehenswürdigkeiten. Die große Mauer beispielsweise ist auch für Chinesen, die nicht aus Peking und Umgebung stammen, auf der Must-See-Liste! Schade nur, dass noch einige Millionen der anderen Mitbürger auf die genau gleiche Idee gekommen sind… Ich bin sehr froh, dass ich mich an den Rat meiner Bekannten hier gehalten habe und die Feiertage in Ruhe in meiner gewohnten Umgebung in der Hauptstadt verbracht habe, weit weg von allen Sehenswürdigkeiten. Anbei ein paar beeindruckende Fotos der Massen auf Reisen.

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Tokyo der Zukunft

So hatte man sich in den 60er Jahren Tokyo im Jahre 2011 vorgestellt… 🙂

Aussicht über Beijing

Abendliche Aussicht über Beijing, von unserer BWL-Fakultät aus im 16. Stock.

Semesteranfang

Zum Start des neuen Semesters wurde ich gebeten, für unsere neuen BWL-Studenten eine kurze Willkommensrede zu halten (so eine Ausländerin unterstreicht schließlich die Internationalität der Uni 🙂 ). Ich habe darüber gesprochen, dass die Studenten während ihrer Zeit bei uns herausfinden sollten, was ihre wirklichen Interessen sind. Meiner Erfahrung nach ist es nämlich so, dass die meisten von ihnen mehr oder weniger von ihren Eltern und ihrer Familie ihr Studienfach vorgeschrieben bekommen und oft total vergessen haben, was ihre eigenen Hobbys und Leidenschaften sind. Sobald sie dann einen Job gefunden haben, schmeißen viele diesen nach wenigen Monaten hin, weil sie natürlich nicht ihr ganzes Leben lang etwas durchziehen können, was im Grunde ihrem Charakter nicht entspricht. Die Rede kam anscheinend sehr gut an und hat mir auch einige neue chinesische Studenten in meiner Vorlesung beschert. Übrigens habe ich dieses Semester eine außerordentlich internationale Vorlesung, mit Studenten von allen 6 Kontinenten! Sollte also ein spannendes Herbstsemester werden.

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Fußmassagenmuseum

Was es wohl im Fußmassagenmuseum zu sehen gibt? 😉

Land der Freelancer

Diese Woche habe ich das eindrucksvolle Buch „Free Agent Nation“ von Daniel Pink gelesen. Beschrieben wird eine neue Arbeitswelt, in welcher mehr und mehr Arbeitnehmer als Freelancer, Selbstständige und auf Projektbasis arbeiten, anstatt bei einem Unternehmen festangestellt zu sein. Laut Autor gehören bereits 25% aller Amerikaner zu diesen „Free Agents“. Tatsächlich ist es auffällig, wie viele Leute zu jeder Tages- und Nachtzeit z.B. hier in Boston mit ihren Laptops in den Coffee shops sitzen und offensichtlich von dort aus ihrer Arbeit nachgehen.

Typische „Arbeitsszene“ in einem Bostoner Café

Von Starbucks aus arbeiten zu können scheint für viele auf den ersten Blick sicherlich traumhaft. Zwar bin ich nicht selbstständig, aber auch ich genieße es zugegebenerweise, während der Sommersemesterpause statt in meinem Büro in Beijing meine Artikel von einem sonnigen Plätzen aus, zusammen mit einem eisgekühlten Getränk, verfassen zu können. 🙂 Andererseits ist es echtes Freelancerleben auf die Dauer sicher kein Zuckerschlecken. Immerhin muss man sich nicht nur um die eigenen Versicherungen selbst kümmern, sondern auch regelmäßig neue Aufträge an Land ziehen. Schöne neue Arbeitswelt (?)

Japanische Brotzeit: Die Bento-Box

Da mein Verlobter mit der amerikanischen Küche eher wenig anfangen kann, freut er sich immer sehr, wenn ich ihm morgens eine japanische Brotzeit, ein sogenanntes Bento herrichte. Das sieht dann zum Beispiel so aus:

Meistens essen die Japaner übrigens ihr Bento kalt, inklusive aller Zutaten, die man bei uns doch eher lieber warm genießt, wie z.B. Reis, Fisch und Gemüse. In Japan kann man praktischerweise Bento-Schachteln in jedem Convenience Store und gerade zur Mittagszeit buchstäblich an jeder Ecke kaufen, hier in den USA muss man leider selbst morgens tätig werden. Ein selbstgemachtes Bento ist nicht nur um einiges günstiger als auswärts essen, sondern auch generell gesünder als das in Amerika sehr weit verbreitete, fettige Fast Food.

Wer sich selbst einmal am Bento-Basteln versuchen will, sollte einen Blick auf diesen (leider nur englischsprachigen) Blog werfen, wo viele leckere Inspirationen für japanische Brotzeiten und Picknicke zu finden sind: http://justbento.com/

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